Finanzwissenschaft
Die Finanzwissenschaft beschäftigt sich hauptsächlich mit dem öffentlichen Finanzverhalten und analysiert sie. Die Wirtschaftspolitik, die Wirtschaftstheorie und die Finanzwissenschaft bilden gemeinsam die Volkwirtschaftlehre. Der Finanzwissenschaft stehen alle Methoden zur Verfügung, die die heutige Wirtschaftstheorie bereitstellt, um die Wirkungen der staatlichen Einnahmen- und Ausgabenpolitk zu untersuchen. Im Endeffekt analysiert die Finanzwissenschaft das Wirtschaftshandeln des Staates. Die Finanzwissenschaft macht systematisch Aussagen über die Funktionsweise öffentlichen Bereichs. Die Finanzwissenschaft untersucht das allokative Marktversagen und die staatliche Allokationspolitik. Das Wort “Allokation” bezeichnet die Zuordnung von beschränkten Ressourcen zu potentiellen Verwendern. Bezeichnend dafür ist, daß eine allozierte Ressource nur einmal zur Verfügung steht. Ferner werden staatliche Entscheidungsprozesse, Alternativen der Staatsfinanzierung (auch über Kredite), finanzwirtschaftliche Verteilungspolitik, finanzwirtschaftliche Stabilisierungspolitik und der Finanzausgleich untersucht. Die Finanzwissenschaft ist überzeugt von einem Zielsystem, das durch die gesellschaftlichen Strukturen und die politischen Entscheidungsinstanzen beherrscht wird und untersucht, wie das Budget optimal gestaltet sein sollte. Die Finanzwissenschaft muss das Problem lösen, wie eine gerechte Einkommensverteilung und der Produktivwerkstätte erreicht werden kann. Dies bedeutet, herauszufinden, wer dafür zu zahlen hat, welche Bedürfnissse der Öffentlichkeit befriedigt werden sollten. In diesem ganzen Komplex ist noch die Theorie der öffentlichen Verschuldung enthalten. Um den privaten Konsumenten zu entlasten und gleichzeitig eine Stärkung der Altersvorsorge zu rreichen, wurden Instrumente wie die Rüruprente oder die Riesterrente eingeführt.